Warum bevorzugen die Japaner warmes Wasser und was sind die Vorteile?

Donnerstag 30 Januar 2025 14:01
Warum bevorzugen die Japaner warmes Wasser und was sind die Vorteile?

Die Gewohnheit, warmes oder heißes Wasser zu trinken, ist tief in der japanischen Kultur verwurzelt. Für viele Menschen in Japan ist das Trinken von warmem Wasser, insbesondere beim Aufwachen oder während der Mahlzeiten, mehr als nur eine Vorliebe: Es ist ein Ritual, das mit Gesundheit und Wohlbefinden verbunden ist. Aber warum schätzen die Japaner warmes Wasser so sehr? Und welche Vorteile hat diese Praxis? In diesem Artikel werden die kulturellen und wissenschaftlichen Gründe für diese Wahl und die Vorteile für den Körper untersucht.


1. Japanische Tradition und Philosophie

Die Praxis, warmes Wasser zu trinken, ist mit traditionellen japanischen und orientalischen Philosophien verbunden, wie der traditionellen chinesischen Medizin und der traditionellen japanischen Medizin (Kampo). Diese Ansätze betonen das Gleichgewicht des Körpers und sind der Ansicht, dass extreme Temperaturen - sei es bei Lebensmitteln oder Getränken - der Gesundheit schaden können.

Nach diesen Traditionen trägt warmes Wasser dazu bei, den Körper in Harmonie zu halten, indem es das Gleichgewicht des Ki (Lebensenergie) fördert. Darüber hinaus legt die japanische Kultur Wert auf Einfachheit und Gesundheitsvorsorge, und das Trinken von warmem Wasser wird als natürlicher Weg zur Unterstützung des täglichen Wohlbefindens angesehen.


2. Bessere Verdauung

Einer der Hauptgründe, warum die Japaner warmes Wasser bevorzugen, ist seine positive Wirkung auf das Verdauungssystem. Während kaltes Wasser die Blutgefäße verengen und die Verdauung behindern kann, wirkt warmes Wasser:

  • Entspannt die Muskeln des Verdauungstrakts.
  • Es hilft, die während der Mahlzeiten aufgenommenen Fette aufzulösen und erleichtert deren Verstoffwechselung.
  • Es regt die Durchblutung von Magen und Darm an und optimiert so den Verdauungsprozess.

In Japan ist es üblich, während der Mahlzeiten warmes Wasser oder heißen Tee zu trinken, um die Verdauung zu fördern.


3. Natürliche Körperentgiftung

Warmes Wasser zu trinken, wenn man aufwacht, ist in Japan und anderen asiatischen Kulturen eine beliebte Praxis. Warmes Wasser:

  • Regt das Lymphsystem und den Blutkreislauf an und hilft dem Körper, die in der Nacht angesammelten Giftstoffe auszuscheiden.
  • Fördert die Funktion der Nieren und der Leber, die für die Entgiftung wichtig sind.

Diese Praxis wird als eine Art "Reinigung" des Körpers zu Beginn des Tages angesehen, um ihn auf eine bessere Funktion vorzubereiten.


4. Verbesserte Durchblutung

Warmes Wasser hilft, die Blutgefäße zu erweitern, was die Durchblutung fördert. Dieser Effekt ist besonders vorteilhaft für Menschen, die unter schlechter Durchblutung oder kalten Händen und Füßen leiden, was in kälteren Klimazonen wie Japan häufig der Fall ist.

Die verbesserte Durchblutung trägt außerdem dazu bei, dass mehr Sauerstoff und Nährstoffe in das Körpergewebe gelangen, was wiederum der allgemeinen Gesundheit zugute kommt.


5. Linderung von Atembeschwerden

Warmes Wasser ist in Japan weit verbreitet, um Beschwerden der Atemwege zu lindern, insbesondere während des Wechsels der Jahreszeiten. Es hilft bei

  • Nasenverstopfung und Halsschmerzen zu lindern.
  • Befeuchtung der Atemwege, was wichtig ist, um Reizungen zu vermeiden.
  • Erkältungen und anderen Krankheiten vorzubeugen, die in feuchten, kalten Klimazonen häufig auftreten.

6. Effizientere Hydratation

Obwohl viele Menschen kaltes Wasser bevorzugen, kann warmes Wasser für die Hydratation des Körpers effektiver sein. Es wird vom Körper schneller aufgenommen, da es näher an der Körpertemperatur liegt. Dadurch muss der Körper weniger Anstrengungen unternehmen, um es innerlich "aufzuwärmen".


7. Stressabbau und Entspannung

Die Japaner schätzen auch die psychologische Wirkung des Trinkens von warmem Wasser. So wie ein heißes Bad die Muskeln entspannt und den Geist beruhigt, hat das Trinken von warmem Wasser eine ähnliche Wirkung:

  • Es hilft, Spannungen im Körper abzubauen.
  • Es vermittelt ein Gefühl von Behaglichkeit und Ruhe.

Besonders beliebt ist diese Praxis vor dem Schlafengehen, da sie die Qualität des Schlafs verbessern kann.


8. Anregung des Stoffwechsels

Warmes Wasser kann dazu beitragen, den Stoffwechsel leicht zu erhöhen, wodurch die Kalorienverbrennung effizienter wird. Dieser Vorteil ist besonders nützlich für Menschen, die eine Diät machen oder versuchen, ihr Gewicht zu halten.

In Japan wird diese Praxis oft mit anderen gesunden Gewohnheiten wie einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger körperlicher Betätigung kombiniert


Wie Sie diese Gewohnheit in Ihr tägliches Leben einbauen

Wenn Sie sich die japanische Gewohnheit zu eigen machen wollen, warmes Wasser zu trinken, finden Sie hier einige einfache Tipps:

  • Beim Aufwachen: Trinken Sie ein Glas warmes Wasser auf nüchternen Magen, um das Verdauungssystem und die Entgiftung anzuregen.
  • Während der Mahlzeiten: Ersetzen Sie kalte Getränke durch warmes Wasser oder Tee, um die Verdauung zu fördern.
  • Vor dem Schlafengehen: Ein Glas warmes Wasser kann helfen, den Körper zu entspannen und den Schlaf zu verbessern.

Vermeiden Sie es, extrem heißes Wasser zu trinken, da dies den Verdauungstrakt reizen kann. Ideal ist eine lauwarme Temperatur, die sich angenehm anfühlt.


Wie wäre es mit einem Versuch?

Die japanische Vorliebe für warmes Wasser ist nicht nur eine kulturelle Entscheidung, sondern eine Gewohnheit, die eng mit der Suche nach Gleichgewicht und Wohlbefinden verbunden ist. Diese Praxis bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile, von der Verbesserung der Verdauung über die Förderung der Entspannung bis hin zur effizienten Flüssigkeitszufuhr.

Wenn Sie diesen Brauch in Ihr tägliches Leben integrieren, können Sie auf einfache und wirksame Weise für Ihren Körper und Ihren Geist sorgen, indem Sie dem Beispiel einer der ältesten Kulturen der Welt folgen. Wie wäre es, es auszuprobieren?


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MirellaMirella
Redaktionsleiter mit Leidenschaft für Reisen und internationale Gastronomie.